Kirchenfrust

Ich bin ja generell nicht grade für meine tiefe Zuneigung zu den christlichen Kirchen bekannt, ganz im Gegenteil. Ich hab ja mit den meisten Christen individuell kein Problem, so lange sie mich nicht missionieren, aber als Masse machen sie mir ehner Angst. Ich seh da irgend wie zu oft Forken und Fackeln aufblitzen.  Und die Kirchen als Organisationen empfinde ich als totale Perversion der Spiritualität.

Und gerade jetzt geben sich die Herren – der Anteil der Damen in gehobenem Amt lässt ja selbst bei den Protestanten zu wünschen übrig – alle Mühe, alle meine Vorurteile zu bestätigen.

Da haben wir einen zum Papst mutierten Großinquisitor, der antisemitische Hetzer zurück in die Kirche holt und Hardcore-Fundis zu Weihbischöfen macht. Wahrscheinlich bekommt als nächstes der Opus Dei zugrif auf das Arsenal der Schweizer Garde und wird ausgesandt, die Welt mit Feuer und Schwert zu bekehren.

Und in den lokalen News haben wir dann die Berliner Kirchen, die versuchen religiöse Propaganda zum dem staatlich finanzierten Pflichtfach zu machen, das es früher war. Das die für diese Frechheit über 200 000 Unterschriften bekommen haben macht mir echt Angst. Das selbst viele Christen das bescheuert finden, macht mir wiederum Mut. Jetzt bleibt mir nur noch, zu allen Göttern zu beten, dass die laizistischen Tendenzen für die ich diese Stadt immer geliebt habe – auch wenn ich dadurch deutlich weniger Feiertage habe – sich durchsetzen und die Berliner Wähler für eine klare Trennung von Staat und Kirche sorgen. Ich möchte meine potentiellen Kinder nicht in einer Stadt groß ziehen, wo christliche – oder islamische oder irgend eine andere – Missionsarbeit zum schulischen Pflichtprogramm gehört.

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